Ein kleiner Landesüberblick

Sachsen-Anhalt – Land im Herzen Deutschlands

Stadtansicht von MagdeburgSachsen-Anhalt erstreckt sich von der Altmark, die im Norden an Niedersachsen grenzt, über die Magdeburger Börde und die Industriereviere um Halle und Bitterfeld bis zu den Rebhängen an Saale und Unstrut, dem nördlichsten Weinanbaugebiet Deutschlands. Die Elbe durchfließt auf einer Länge von rund 300 Kilometern das Land. Im Südwesten der Magdeburger Börde erhebt sich der Harz, sein höchster Berg ist der Brocken mit 1142 Metern Höhe. Ausgedehnte Landschaftsschutzgebiete von großem Reiz sind der Nationalpark Hochharz und das Elbereservat, wo es noch freilebende Biber gibt. Sachsen-Anhalt als eigenständiges Land hat eine kurze Geschichte: Es bestand nur von 1947 bis 1952, bis es nach der Vereinigung Deutschlands am 3. Oktober 1990 wieder gegründet wurde. Einzelne Regionen des Landes gehören zu den ältesten deutschen Kulturlandschaften. Im Norden stand die Altmark lange unter brandenburgischem Einfluss, im Süden und Osten dominierte Sachsen. Anhalt entstand im Jahr 1212 unter den askanischen Fürsten und erlebte seine kulturelle Blüte vor allem unter dem Fürsten Leopold III. von Anhalt-Dessau. Aus Anhalt-Zerbst stammte die russische Zarin Katharina die Große.

Sachsen-Anhalt – Städte wie aus dem Bilderbuch

Die Landeshauptstadt Magdeburg, 805 erstmals urkundlich erwähnt, ist mit 246000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt des eher dünn besiedelten Landes. Hier steht die erste auf deutschem Boden erbaute gotische Kathedrale: Sie wurde 1363 geweiht und beherbergt das Grab von Kaiser Otto I. Das Kloster Unser Lieben Frauen, 1160 fertiggestellt und nahezu unverändert erhalten, ist das älteste Gebäude der Stadt. Dom, Marktkirche und Roter Turm dominieren den historischen Marktplatz in Halle (270000 Einwohner), das im Mittelalter durch Salzgewinnung zu Reichtum kam. In Dessau (90100 Einwohner) setzte von 1925 an Walter Gropius mit dem „Bauhaus“ weltweite architektonische Maßstäbe. Sehenswert sind die Harzstädte Halberstadt, Wernigerode und Quedlinburg mit ihren Fachwerkhäusern aus dem 16.-18. Jahrhundert. Die Altstadt von Quedlinburg wurde mit ihren mehr als 1200 Fachwerkhäusern, die heute Zug um Zug renoviert werden, in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen. In Naumburg ist der Dom Sankt Peter und Paul mit den Stifterfiguren Ekkehard und Uta aus dem 13. Jahrhundert sehenswert. Der 112 Hektar große Wörlitzer Park bei Dessau mit dem 1773 eingeweihten Schloss Leopolds III. zählt zu den schönsten Englischen Gärten Europas. Eine beliebte touristische Attraktion ist die „Straße der Romanik“, die auf rund 1000 Kilometern Strecke Sachsen-Anhalt durchzieht und an mehr als 70 bedeutenden Baudenkmälern vorbeiführt.

Sachsen-Anhalt – Landwirtschaft und Groß-Industrie

Die Lößböden der Magdeburger Börde und des Harzvorlandes gehören zu den fruchtbarsten Ackerflächen Deutschlands, auf denen vor allem Getreide, Zuckerrüben, Kartoffeln und Gemüse angebaut werden. Hier hat sich eine umfangreiche Lebensmittelindustrie (u.a. Zuckerfabriken) angesiedelt. Für Magdeburg und Dessau ist der Schwermaschinen- und Fahrzeugbau bestimmend. Große Investitionen, welche die neu entstehende Wirtschaftsstruktur des Landes vorwiegend prägen, sind zum Beispiel:
– die neu eröffnete Erdölraffinerie „Leuna 2000“ von Elf Aquitaine
– der Olefineverbund Buna, Leuna, Böhlen des US-amerikanischen Konzerns Dow Chemical
– das Projekt Zellstoffwerk bei Stendal eines skandinavisch-deutschen Konsortiums (Kvaerner,Thyssen, Klöckner).

Im Umfeld der großen industriellen Ansiedler, wie zum Beispiel Bayer Bitterfeld, Heraeus oder Ausimont, haben sich im Chemiepark Bitterfeld/Wolfen inzwischen rund 350 mittelständische Unternehmen als Zulieferer, Weiterverarbeiter oder Dienstleister niedergelassen.

Der Süden Sachsen-Anhalts knüpft damit an eine lange und innovationsreiche industrielle Tradition an. Hier wurde mit dem ersten Ganzmetallkabinen-Verkehrsflugzeug der Dessauer Junkerswerke sowie der JU 52, dem meistgebauten Verkehrsflugzeug der dreißiger Jahre, Industriegeschichte geschrieben. 1936 wurde der erste Farbfilm der Welt von Agfa Wolfen vorgestellt.

Sachsen-Anhalt – Musik, Kunst und Wissenschaft

Die alljährlichen Händelfestspiele in Halle ziehen Musikfreunde von weit her an. Zu den bekanntesten der 140 Museen im Land zählt die Staatliche Galerie Moritzburg mit zahlreichen Gemälden des deutsch-amerikanischen Malers Lyonel Feininger. Der Domschatz der Stiftskirche Sankt Servatius in Quedlinburg, einer der wertvollsten in Deutschland, gelangte nach seinem Raub im Zweiten Weltkrieg auf abenteuerlichen Wegen zurück in die Stiftskirche. Im Kernland der Reformation erinnern noch heute vielfältige Zeugnisse an das Wirken Martin Luthers und Philipp Melanchthons, besonders in den Lutherstädten Wittenberg und Eisleben.

Die Otto-von-Guericke-Universität in Magdeburg ist die jüngste Hochschule Deutschlands. Sie wurde im Oktober 1993 durch die Zusammenführung der Technischen Universität, der Pädagogischen Hochschule und der Medizinischen Akademie errichtet. An der über 300 Jahre alten Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg sind mehr als 12000 Studierende immatrikuliert. Zunehmende Geltung erlangt die Hochschule für Kunst und Design in der Burg Giebichenstein in Halle.

Sachsen-Anhalt – Persönlichkeiten von Rang

Martin Luther (1483-1546) wurde in Eisleben geboren und ist auch dort gestorben. Die Schlosskirche zu Wittenberg, an deren Tür er 1517 seine 95 Thesen angeschlagen hat, wurde zu seiner letzten Ruhestätte. Auf der Burg Falkenstein schrieb Eike von Repgow im 13. Jahrhundert den „Sachsenspiegel“, das bedeutendste Rechtsbuch des Mittelalters. Die „Merseburger Zaubersprüche“, zwei althochdeutsche Sprachdenkmäler, stammen aus dem 10. Jahrhundert.

Georg Friedrich Händel wurde in Halle geboren, Georg Philipp Telemann stammt aus Magdeburg, und Johann Sebastian Bach komponierte am Fürstenhof in Köthen seine „Brandenburgischen Konzerte“. Aus Dessau stammt Kurt Weill, einer der ausdrucksstärksten Komponisten unseres Jahrhunderts.

Der Naturwissenschaftler Otto von Guericke, zeitweise Bürgermeister von Magdeburg, demonstrierte 1663 mit den Magdeburger Halbkugeln die Wirkung des Vakuums und entdeckte das Prinzip der Luftpumpe. Aus Quedlinburg stammt die erste deutsche Ärztin, Dorothea Christiana Erxleben, die 1754 an der Universität Halle promovierte. Otto von Bismarck, deutscher Reichskanzler von 1871 bis 1890, wurde 1815 in Schönhausen in der Altmark geboren. Anlässlich seines 100. Todestages wurde 1998 in seinem Geburtsort ein Bismarck-Museum eröffnet.
(zit. aus www.bund.de)

Nützliche Links:

www.sachsen-anhalt.de
www.bund.de
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